Bonhoeffers Aufgabe in der Widerstandsbewegung.
1935
Dietrich Bonhoeffers Einstellung zur Religion entspricht nicht der des Regimes. Er ist einer der "geistigen Köpfe" der Bekennenden Kirche und als solcher protestiert er öffentlich gegen die Ausgrenzung und Verfolgung der Juden.
In diesem Predigerseminar, in Finkenwalde bei Stettin, versucht Bonhoeffer junge Theologen in geistiger Freiheit zu belehren, da dies an den Universitäten nicht mehr möglich ist.
" Nur wer für die Juden schreit, darf auch gregorianisch singen." (Gremmels, S. 53) Dieses Zitat spiegelt Bonhoeffers Einstellung wider.
1937
Diese Aussage ist mit ein Grund warum der Staat die "Bekennende Kirche" als illegal erklärt und das Predigerseminar schließt.
In dieser Zeit schreibt Bonhoeffer die bekannten Bücher "Nachfolge" und "Gemeinsames Leben"
1938
Die Arbeit bzw. Kommunikation der Mitglieder der mittlerweile illegalen Oppositionskirche wird zusätzlich durch Redeverbote, Aufenthaltsverbote, Ausweisungen sowie Ausreiseverbote behindert.
Seit März diesen Jahres hat Bonhoeffer eine unstete Lebensweise. Bis zu seinem Tod hat er keinen festen Wohnsitz mehr und seine Bücher sind auf mehrere Orte verteilt.
1940 Bonhoeffer schliesst sich der Widerstandsgruppe der Militärischen Abwehr und seinem Schwager Hans v. Dohnanyi an. In dieser Gruppe hat er seine kirchlichen Auslandskontakte genutzt. Meldungen wurden ins Ausland gebracht und es wurde über mögliche Ereignisse beraten. Ausserdem sollen diese Kontakte nach dem Krieg zum Wiederaufbau der Kirche helfen. 1943 Bonhoeffer wird am 5. April verhaftet und ins Wehrmachtsuntersuchungsgefängnis Berlin-Tegel eingeliefert. Hier schreibt er das Buch "Widerstand und Ergebung" . Er entwickelt hier eine Methode Nachrichten zu überbringen. Dies geschah indem er in einem Buch auf jeder fünften Seite einen Buchstaben unterstrich. Diese Buchstaben ergaben in der Seitenreihenfolge dann vollständige Sätze und somit die Nachricht. Diese Bücher ließ er dann seiner Familie überbringen. 1945
Am 9.April wird Dietrich Bonhoeffer – noch nicht vierzigjährig – im Konzentrationslager Flossenbürg hingerichtet.
(Bild nicht freigegeben)
Trotz der Gefangenschaft von Bonhoeffer werden die Vorbereitungen zum Umsturz nicht abgesagt. Am 21.03.1943 ergibt sich für die Verschwörer eine neue Gelegenheit. Major von Gersdorff, Abwehroffizier der Heeresgruppe Mitte, erwartet Hitler nach Verlassen einer Ausstellung militärischen Beuteguts im Berliner "Zeughaus". Der Major trägt die Bomben am eigenen Körper, um sich mit Hitler zusammen in die Luft zu sprengen. Da Hitler die Ausstellung jedoch bereits nach 10 Minuten wieder verlässt, scheitert das Attentat.
Quelle Text: Gremmels/Pfeiffer; Theologie und Biographie "Zum Beispiel Dietrich Bonhoeffer"; Chr. Kaiser-Verlag München, 1983
Quelle Bild: Bilder aus seinem Leben; Chr. Kaiser-Verlag München, 1987